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5 Geschäftsreise-Trends 2026, die Sie kennen sollten 

Geschäftsreisen 2026: Neue technologische Möglichkeiten, ROI-Mindset und das EU-Omnibus-Paket definieren Business Travel neu. Erfahren Sie, wie Sie Effizienz und Mitarbeiterzufriedenheit vereinen.
A woman with curly brown hair at an airport, holding a laptop and a coffee cup, with a leather bag over her shoulder, smiling slightly
14. Jan. 2026von Eva Preyin Geschäftsreise-Trends

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In Zeiten von Rezession und steigenden Reisekosten verschiebt sich der Fokus vieler Unternehmen: Sie sehen Geschäftsreisen nicht mehr als absolute Notwendigkeit, sondern als ein strategisch eingesetztes Instrument für ROI, strategisches Wachstum und Talentbindung. 

Wir zeigen Ihnen fünf spezifische Trends für 2026, die Ihre Reisestrategie beeinflussen werden.

1. Qualität vor Quantität: Der messbare ROI von Reisen

Unternehmen erhöhen ihre Reisebudgets – laut Morgan Stanley weltweit um rund 5 %. Doch diese Zahl ist mit Vorsicht zu genießen: Reisekosten allein in Deutschland sind innerhalb der letzten fünf Jahre um massive 41 % gestiegen. Vor diesem Hintergrund müssen Reisen noch mehr als bisher einen messbaren Wert liefern. 

Hier sind drei Ansätze, wie Travel Manager den ROI optimieren:

  • CRM-integrierte Reportings: Fortschrittliche Unternehmen tracken in ihrem CRM-System, wie persönliche Treffen in Sales-Pipelines oder die Kundenbindung einzahlen.
  • Weniger Reisen, dafür mehr Reisen mit Impact. Ein 12-Stunden-„Micro-Trip“ für entscheidende Abschlüsse ersetzt die Routine-Reise.
  • Statt beispielsweise dreimal im Monat zu fliegen, werden mehrere Termine in einer Region in einem Trip zusammengefasst. Geschäftsreisen erzielen damit den gleichen Mehrwert, sind aber deutlich kosteneffizienter.

2. Geschäftsreisen & Employer Branding 

Reisende aus der Gen Z und Millennials sehen Geschäftsreisen nicht als notwendiges Übel, sondern als wichtigen Bestandteil ihrer Karriere. Für 45 % der jungen Professionals hängt die Reisetätigkeit direkt mit ihrer Jobzufriedenheit zusammen – und 57 % betrachten Geschäftsreisen sogar als essenziell für den Aufstieg im Job. 

Aber Vorsicht: Diese Zielgruppe setzt andere Prioritäten auf Geschäftsreisen als vorherige Generationen.

  • 96 % der Gen-Z-Reisenden würden einen Trip ablehnen, wenn Standards bezüglich Sicherheit, Komfort oder Nachhaltigkeit nicht eingehalten werden.
  • Bleisure wird zum Standard: 42 % der jungen Belegschaft verlängern Businesstrips regelmäßig privat. Wer das verwehrt, verliert möglicherweise den Kampf um Toptalente.
  • Ein eher ungewöhnlicher Recruiting-Vorteil steckt in der „Pawprint Economy“: Der Begriff beschreibt den wachsenden Markt für Reisende, die ihre Haustiere auf Geschäftsreisen mitnehmen. Neue Gesetze, technologische Innovationen und Angebote von Airlines und Hotels machen das möglich – und lukrativ: Bis 2030 soll der globale Haustierindustrie-Markt auf 500 Milliarden US-Dollar wert sein. Innovative Unternehmen begegnen diesem Trend jetzt schon durch entsprechende Travel Policies und bieten ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit, ihre Vierbeiner auf Geschäftsreisen bei sich zu haben. 

3. Mobile first, aber nicht überall 

Für viele Reisende ist das Smartphone der Buchungsweg der Wahl: 2026 wird Mobile das Buchen am Rechner überholen. Bei Mietwagen und Bahn liegt der Anteil an mobilen Buchungen schon jetzt bei über 60 %.

Die Zukunft ist aber nicht nur digital: Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, ihren Boarding-Pass lieber auszudrucken, als sich nur auf eine App zu verlassen.

Für Travel Manager ergibt sich daraus: Erfolgreiche Digitalisierung bedeutet keinen Zwang zur Technologie, sondern Reisenden die Wahlfreiheit zu lassen. Systeme müssen mobile-friendly sein und gleichzeitig Reisenden analoge Hilfsmittel erlauben, wenn sie diese bevorzugen.

4. Vom reinen Buchungstool zum umfassenden Reisebegleiter 

Das klassische Reisemanagement wandelt sich mehr und mehr von einer rein administrativen Abfolge einzelner Buchungsschritte hin zu einer vernetzten, datengestützten Reiseerfahrung. Reisende und Unternehmen erwarten heute Systeme, die sie während der gesamten Reise aktiv begleiten, statt nur Tickets auszustellen. 

Zum Beispiel: 

  • Nahtlose Mobilität: Der Trend geht weg von fragmentierten Verbindungen hin zur exakten Tür-zu-Tür-Reise. Moderne Reisesysteme decken die gesamte Kette ab – von der „First Mile“ an der Haustür bis zur „Last Mile“ am Zielort. Das beinhaltet die Integration von Taxis, Car Sharing, Mietwagen und lokalem ÖPNV.
  • Einsatz vorausschauender Systeme: Predictive Intelligence wird zur Kernfunktion moderner Reisebegleitung. Bei unvorhersehbaren Störungen wie Streiks, extremen Wetterereignissen oder geopolitischen Risiken schlagen intelligente Systeme proaktiv Alternativen vor und ermöglichen eine Umbuchung.

Diese technologischen Möglichkeiten machen die Fürsorgepflicht von Unternehmen in der Praxis deutlich leichter umsetzbar. Wer auf integrierte End-to-End-Lösungen setzt, reduziert Haftungsrisiken (da Risiken in Echtzeit gemanagt werden können) und erhöht die Sicherheit und den Komfort der Mitarbeitenden.

5. Zukunft von ESG

Bürokratische Entlastung durch die Omnibus-Richtlinie

Die ESG-Berichtserstattung in der EU wird 2026 für viele Unternehmen deutlich pragmatischer. Die zweite Omnibus-Richtlinie (beschlossen im Dezember 2025) sorgt für eine massive bürokratische Entlastung im Mittelstand.

Was heißt das konkret? 

  • Schwellenwerte werden angehoben: Die Grenze bei der CSRD-Berichtspflicht liegt nun bei über 1.000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von mehr als 450 Mio. €. Ein Großteil der mittelständischen Unternehmen ist damit nicht mehr zum Reporting verpflichtet.
  • Berichtspflichtige Unternehmen müssen später als ursprünglich geplant anfangen zu berichten. Voraussichtlich wird auch die Zahl der abgefragten Datenpunkte um rund 70% reduziert. 

Nachhaltiges Reisen ist weiterhin nachgefragt

Unabhängig von regulatorischen Veränderungen bleibt ESG auch in Zukunft ein wichtiges Thema. Insbesondere jüngere Generationen unterscheiden genau zwischen Greenwashing und echten, datenbasierten Nachhaltigkeitsinitiativen:

  • 57 % der Gen Z und Millenials erwarten explizit, dass ihr Arbeitgeber in grüne Reiseoptionen investiert. 
  • Wenn Sie selbst Reisen buchen, suchen 55 % aktiv nach umweltfreundlichen Fluggesellschaften und 51 % nach nachhaltigen Hotels.

Für Unternehmen heißt das konkret: Sie müssen am Point of Sale präzise, wissenschaftlich fundierte Daten liefern, anstatt sich auf vage Marketing-Versprechen zu stützen. Umweltbewusste Reisende möchten die CO2-Bilanz ihrer Reise kennen und kontrollieren – und, wenn möglich, reduzieren.

Fazit: Spagat zwischen Tech und Menschlichkeit

Wer 2026 im Business Travel erfolgreich sein will, muss die Balance zwischen technologischen Möglichkeiten und individuellen Bedürfnissen meistern. Es geht darum, Reisenden die Autonomie zu geben, die sie fordern (Stichwort Bleisure oder Pawprint Economy), während Travel Manager und Finance die strategische Kontrolle über den echten Nutzwert jeder Reise behalten. 

Wer diesen Spagat schafft, verwandelt den Kostenfaktor Reisekosten in echte Wertschöpfung und macht sein Unternehmen fit für eine mobile, digitale und verantwortungsbewusste Zukunft.

Quellen:

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