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Experten-Prognosen für 2021: Das erwartet uns

2020 war ein turbulentes Jahr für viele Unternehmen. In erster Linie wurde es von den einschneidenden Veränderungen durch das weltweit aufgetretene neuartige Corona-Virus, welches uns alle vor große Herausforderungen gestellt hat, geprägt. Umso wichtiger ist es jetzt, positiv in die Zukunft zu blicken und 2021 wieder voll durchzustarten.
Experten-Prognosen für 2021: Das erwartet uns

Die Auswirkungen der Corona Pandemie werden natürlich auch im neuen Jahr spürbar sein und noch länger nachwirken. Vor allem der Tourismusbereich, aber auch viele Klein- und mittelständische Unternehmen haben durch den Stillstand hohe Verluste verkraften müssen.

Dies auszugleichen wird nicht leicht, jedoch sehen viele Experten in ihren Prognosen einen Lichtblick am Ende dieses Jahres.

Wie geht es weiter? – Die Prognosen der Experten

Reise- sowie Wirtschaftsexperten und Epidemiologen haben teils unterschiedliche Meinungen zur weiteren Entwicklung. Alle sehen aber ein Reisen ohne Einschränkungen in den nächsten zwei Jahren als durchaus möglich an.

Wer 2021 verreisen möchte oder muss, wird sehr wohl noch die Auswirkungen der Krise spüren und einige Maßnahmen mittragen müssen. Die derzeit geltenden Sicherheitsmaßnahmen reichen dabei vom verpflichtenden Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes über vorgeschriebene Corona-Tests bis hin zu weitreichenden Quarantänevorschriften des jeweiligen Reiseziels.

Insofern ist es für Unternehmen wichtig, sich bereits jetzt Gedanken über neue interne Genehmigungsprozesse bei Reisen zu machen und sich jetzt optimal auf die Wiederaufnahme von Business Trips vorzubereiten.

Durch den Einsatz von Schnelltests soll in Zukunft Reisen sicherer werden und die Gefahr einer Ansteckung auf ein Minimum reduziert werden. Auch von digitalen Gesundheitsausweisen ist die Rede, welche die vollständige Reisefreiheit in 2021 garantieren sollen.

Reisefreiheit spätestens 2022 wieder gegeben

Andreas Reiter, Zukunftsforscher und Tourismus-Experte sieht eine Rückkehr in die Normalität erst im Jahr 2022. Davor wird sich die Lage zwar entspannen, vor allem nach Einsetzen des Corona-Impfstoffes, jedoch wird sich das Reiseaufkommen nur schrittweise wieder erhöhen.

Ab Sommer 2021 bzw. im zweiten Quartal des neuen Jahres werden laut Reiter voraussichtlich viele Einschränkungen aufgehoben und dadurch die Reisefreiheit in weiterer Folge fast vollständig wiederhergestellt sein.

Das beinhaltet nicht unbedingt internationale Reisen, sondern in erster Linie Reisen im europäischen Raum. Werden die innereuropäischen Grenzen geöffnet, können auch die Airlines ihr Flugangebot wieder aufstocken und ihr Angebot anpassen.

Trotzdem geht man national sowie international von einem etwa 30-prozentigen Rückgang von Dienstreisen aus.

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Corona hat auch positive Aspekte

Für Andreas Reiter hat Corona durchaus auch positive Nebenwirkungen. So hat uns die Pandemie aus seiner Sicht einen riesen Schritt in Richtung Digitalisierung weitergebracht.

Die Wirtschaft wurde gezwungen sich rasch anzupassen und sich massiv zu entwickeln. Automatismus, Digitalisierung und künstliche Intelligenz können uns in Zeiten wie diesen enorm unterstützen und das Leben erleichtern.

Sehen wir Corona also als Chance uns weiterzuentwickeln und Dinge in Angriff zu nehmen, die wir bis dato aufgeschoben haben.

Zudem hat es einen regelrechten Trend hin zum Home-Office und Remote Working gegeben. Viele Unternehmen wollen dies beibehalten und ihre Mitarbeiter zumindest teilweise von zuhause aus arbeiten lassen.

Doch nicht nur im technischen Sektor gab es Veränderungen, auch das Mindset der Menschen hat sich verändert. Das eigene Wohlbefinden ist wieder mehr in den Fokus gerückt. Das wird sich auch auf die Arbeitswelt und die Wirtschaft auswirken. Homeoffice im Kaffeehaus oder am Urlaubsort kann Arbeitnehmer dazu motivieren effektiver zu arbeiten und ihre Produktivität zu steigern.

Auch Bill Gates sieht Corona nicht nur negativ

Bill Gates ist sich sicher, dass Corona die Arbeitswelt grundlegend verändert hat. So geht der Microsoft Gründer zwar von einem vorübergehend spürbaren Rückgang der Geschäftsreisen aus, jedoch sieht er auch Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Arbeitsalltag.

Die Anzahl der Tage, die Arbeitnehmer im Büro verbringen, werden laut dem Unternehmer weniger werden. Stattdessen werden viele Unternehmen deren Mitarbeiter teilweise aus dem Homeoffice arbeiten lassen. Dass dies machbar und auch effizient ist, haben wir in den letzten Monaten gesehen. Wo es arbeitstechnisch möglich war, wurde remote gearbeitet.

Daher heißt es für manche Unternehmen die Möglichkeiten des Remote Working auszubauen und in die Digitalisierung zu investieren.

Plattformen für Videokonferenzen boomen derzeit und bieten eine echte Alternative für die vorübergehenden Reiseeinschränkungen. Ganz wird das virtuelle Meeting den persönlichen Kontakt in der Geschäftswelt allerdings nicht ersetzen können.

Wie sehen Unternehmen und Reiseanbieter die Zukunft

Laufende Umfragen des VDR (Deutschlands Geschäftsreise-Verband) haben ergeben, dass etwa 35 % der befragten Unternehmen Geschäftsreisen für dringend nötig halten. Vor allem die Notwendigkeit der physischen Präsenz, etwa für Reparatur- oder Aufbauarbeiten kann nicht ersetzt werden.

Jedoch nur knapp über 8 % glauben, dass die Zahl der Dienstreisen in naher Zukunft wieder auf das Niveau von vor der Pandemie zurückkehren wird.

Blog Geschäftsreisen 46

Trotz der Tatsache, dass viele Unternehmen eine signifikante Änderung im Reiseaufkommen sehen und zukünftig die Notwendigkeit von Geschäftsreisen sorgfältiger prüfen werden, sieht der Großteil von einem Personalabbau im Travel Management ab. Vielmehr soll ein verstärkter Fokus auf das Travel Risk Management gelegt werden.

Unternehmer sowie auch Reiseanbieter gehen jedoch davon aus, dass die Häufigkeit der Dienstreisen im Vergleich zur Situation vor der Pandemie um 10 – 30 Prozent abnehmen wird.

Wirtschaftsexperten sehen einen klaren Aufwärtstrend und erwarten ein kräftiges wirtschaftliches Wachstum. Denn auch wenn die Corona-Krise manche Unternehmen hart getroffen hat, sind sich viele Experten einig, dass 2021 eine konjunkturelle Belebung folgen wird. Christian Kahler von der DZ-Bank und Gertrud Traud von der Helaba prognostizieren ein Wirtschaftswachstum in Deutschland von 3 bis 5 Prozent.

Wie sieht „The New Normal“ aus?

Aufgrund der erschwerten Reisebedingungen haben viele Unternehmen und Selbstständige die Geschäftsreisen auf ein Minimum reduziert. Nur noch dringend notwendige und unaufschiebbare Reisen werden während starker Coronawellen unternommen, um die Mitarbeiter keinen unnötigen Gefahren auszusetzen.

Neben der fehlenden Planungssicherheit stellen auch komplizierte Einreisevorschriften oder unklare gesetzliche Bestimmungen am Zielort unüberwindbare Hürden in der Reiseplanung dar. Hier wird das Travel Management stark gefordert und muss flexibel bleiben.

„New Work“ ist das neue In-Wort. Es steht für Anpassungsfähigkeit, erweiterte Digitalisierung und sicheres Reisen.

Unternehmer sind derzeit stark gefordert eventuell durch die Corona-Pandemie erzielte Verluste auszugleichen, Arbeitsabläufe unternehmensintern neu zu definieren, Remote-Work auszubauen und Mitarbeitern die nötige Sicherheit zu bieten.

Wie können Unternehmen ihren Mitarbeitern im neuen Jahr das Leben leichter machen?

Viele Unternehmen bleiben beim Remote-Arbeitsmodell und lassen ihre Mitarbeiter vermehrt im Homeoffice arbeiten.

Neben der Vernetzung und der Zurverfügungstellung der technischen Komponenten für die Angestellten stellt sich hier allerdings auch die Frage nach den Abrechnungsmöglichkeiten der Kosten, die für die Arbeitnehmer im Homeoffice entstehen.

Ein anpassbares und flexibles Auslagenmanagement kann oft langwierige Arbeitsprozesse beschleunigen und die Abrechnung sämtlicher Kosten vereinfachen. Von der Reisekostenabrechnung über die neue Büroausstattung bis hin zu den Druckerpatronen im Homeoffice.

Sind weiterhin Dienstreisen notwendig und geplant, können aktualisierte und der derzeitigen Situation angepasste Reiserichtlinien hilfreich sein. Vordefinierte Vorgehensweisen bei kurzfristigen Änderungen, hinterlegte Dokumente, die für den reisenden Mitarbeiter jederzeit digital abrufbar sind und der Kontakt zu Mitarbeitern, die im Notfall weiterhelfen können, sind nur einige der Möglichkeiten Mitarbeiter zu unterstützen.

Weltweiter Kampf gegen die Corona Pandemie

Sämtliche Staaten der Erde haben das gleiche Ziel – nämlich Corona so weit in den Griff zu bekommen, dass ein normales Leben ohne Einschränkungen wieder möglich ist. Dabei hat jedes Land seinen eigenen Weg gefunden, um mit den persönlichen sowie auch den wirtschaftlichen Auswirkungen umzugehen.

In fast allen Ländern wurden strikte Einreisebestimmungen und Quarantäneverordnungen erlassen, um die teils stark steigenden Infektionszahlen zu senken.

Die EU setzt auf Zusammenhalt und einen gemeinsamen Fahrplan sämtlicher Mitgliedsstaaten. Dabei wird auf das Infektionsgeschehen der einzelnen Länder Rücksicht genommen. Unter einer kontinuierlichen Überwachung der Infektionszahlen soll langsam wieder Normalität einkehren und die Wirtschaft nach und nach wiederbelebt werden. Die schrittweise Aufhebung der Beschränkungen soll dabei einheitlich und unter Absprache stattfinden.

In weiterer Folge wird die Öffnung der Grenzen unweigerlich zu einem vermehrten Reiseaufkommen führen und das wirtschaftliche Wachstum fördern.

Impfungen als Hoffnungsträger

Blog Impfung 45

Die Politik und auch der Großteil der Virologen und Ärzte sehen eine Immunisierung durch neu entwickelte Impfstoffe als einzige Möglichkeit die Corona Pandemie nachhaltig einzudämmen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Neben den großen und bekannten Pharmaunternehmen Johnson & Johnson, Biontech/Pfizer und Moderna haben auch die Firmen Curevac, Sanofi und AstraZeneca bereits Impfstoffe gegen Corona entwickelt.

Die Zulassungen für die Impfstoffe laufen auf Hochtouren und noch im Dezember sollen nach den USA und Großbritannien auch in der EU die ersten Menschen geimpft werden.

Die Prognosen stehen also gut, dass in absehbarer Zukunft wieder Normalität einkehrt und Reisen bald wieder uneingeschränkt möglich sein wird.

Bildnachweis:
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