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Jetzt kostenlos testenGeschäftsreisen sind längst keine reine Kostenfrage mehr. Wer heute ein Reiseprogramm aufbaut oder weiterentwickelt, muss eine ganze Reihe von Kriterien gleichzeitig erfüllen: Mitarbeitende abholen, belastbare Daten liefern und Emissionen transparent ausweisen. Und das möglichst alles auf einer einzigen Plattform.
Wo Corporate Travel heute steht und wohin die Reise geht, haben drei Experten in einem Webinar am 25. März 2026 diskutiert: Dan Kreibich (Squake), Stefan Büttner (Flix) und Enrico Hahn (Lanes & Planes). Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch.
Vom Kostenfaktor zur strategischen Investition
Vor zehn Jahren drehte sich Travel Management fast ausschließlich darum, zu sparen und möglichst günstig zu reisen. In der letzten Dekade ist einiges passiert, das einschneidende Veränderungen für den Geschäftsreisemarkt mit sich gebracht hat (allem voran die Corona-Pandemie, geopolitische Krisen und steigende Preise).
Heute blicken wir daher anders auf Geschäftsreisen: Reisen ist kein Mittel zum Zweck mehr, man reist nicht mehr, „weil man eben reist“. Stattdessen gelten persönliche Geschäftstreffen heute mehr denn je als eine bewusste Investition in Beziehungen und Vertrauen.
Gleichzeitig sind die Erwartungen der Reisenden gestiegen. Mitarbeitende vergleichen ihr Buchungstool heute direkt mit Consumer-Plattformen – wer 20 Klicks braucht, verliert sie. Hinzu kommt: Im hybriden Arbeitsumfeld ist die Geschäftsreise oft der einzige physische Kontaktpunkt zur Unternehmenskultur. Das erhöht den Anspruch an Komfort, Flexibilität und nahtlose Prozesse erheblich.
4 Faktoren, die Adoption wirklich treiben
Warum buchen Mitarbeitende außerhalb des Reiseprogramms? Meistens nicht aus Böswilligkeit, sondern weil das offizielle Tool schlicht nicht gut genug ist. Vier entscheidende Punkte machen den Unterschied:
1. Buchungserlebnis
Die Oberfläche muss schnell, intuitiv und mobil sein. Wer privat Reisen mit wenigen Klicks bucht, wird im Beruflichen keine umständlichen Legacy-Systeme akzeptieren.
2. Content
Wenn Reisende woanders mehr Optionen oder günstigere Preise finden, buchen sie außerhalb des vorgesehenen Systems. Ein vollständiger, wettbewerbsfähiger Inhalt (inklusive alternativer Verkehrsmittel wie Bus und Bahn) ist kein Nice-to-have, sondern Pflicht.
3. Ownership
Es braucht eine klar benannte Person oder Abteilung, die das Reiseprogramm verantwortet. Travel Management sitzt oft zwischen HR, Finance und Einkauf. Ohne klare Zuständigkeit fehlt der Treiber für Verbesserungen.
4. Kommunikation und Change Management
Ein Tool darf nicht als Kontrollorgan wahrgenommen werden – der Fokus sollte stattdessen auf den Vorteilen für die Mitarbeitenden liegen (z. B. zentralisierte Abrechnung, keine Vorkasse, automatisierter Expense-Prozess). So überzeugt man am Ende alle.
Umstieg auf Bus und Bahn eine reale Alternative
Im Webinar wurde deutlich: Das Interesse aus dem Corporate-Segment an Bus und Bahn (als Alternativen zu Auto oder Flugzeug) ist größer, als viele Travel Manager erwarten würden. Gleichzeitig braucht es Ehrlichkeit darüber, wo sie heute realistisch in Corporate-Travel-Strategien passen und wo noch nicht.
Für bestimmte Strecken oder Unternehmen ohne direkten ICE-Anschluss ist der Fernbus aber eine ernstzunehmende Option. Was dabei oft unterschätzt wird: Der Bus ist ein sehr CO₂-armes Verkehrsmittel. Verglichen mit Inlandsflügen oder dem Pkw sind die Emissionen deutlich geringer – in einer ähnlichen Größenordnung wie der Zug.
Wichtig ist, dass diese Alternativen im Reiseprogramm überhaupt sichtbar sind. Denn nur wer Bahn oder Bus in der Buchungsoberfläche findet, zieht sie in Betracht.
Datenqualität: die unterschätzte Basis
Ein Reiseprogramm ohne saubere Datenbasis ist wie ein Auto ohne Armaturenbrett: Man bewegt sich irgendwie vorwärts, weiß aber nicht, wie schnell und wie viel noch im Tank ist.
Warum brauchen wir verlässliche Daten im Corporate-Travel-Programm?
- Ausgabenkontrolle: Ohne zentrale Erfassung gibt es keine Möglichkeit, Budgets verlässlich zu planen oder Abweichungen rechtzeitig zu erkennen.
- Verhandlungsmacht: Nur wer ein großes Geschäftsvolumen nachweisen kann, kann mit Hotels, Mietwagen-Anbietern oder Carriern tragfähige Verträge aushandeln.
- Reiserichtlinien: Ohne Datenbasis sind Richtlinien Schätzungen. Dynamische Policies (z. B. nach Destination, Mitarbeitergruppe oder Anlass) sind ohne Bewertungsgrundlage schlicht nicht möglich.
- Emissionsreporting: Wer CO₂-Daten aus verschiedenen Quellen zusammensetzt, ohne klare Methodik, riskiert nicht nur ungenaue Zahlen. Er riskiert eine Überschätzung der Emissionen, die wiederum zu hohen internen CO₂-Kosten führt.
Die gute Nachricht: Technologie kann hier erheblich helfen. Was früher Stunden in Excel-Tabellen kostete, lässt sich heute mit der richtigen Software automatisiert und kleinteilig in Echtzeit ausweisen.
So sind Sie bereit fürs nächste Emissionsreporting
Das Thema Nachhaltigkeit wird nicht verschwinden, ganz im Gegenteil. Während einige Nachhaltigkeitsregulierungen in letzter Zeit abgeschwächt wurden, haben sich doppelt so viele verschärft. Ein sauberes Emissionsreporting ist daher für viele Unternehmen kein Nice-to-have mehr, sondern eine Pflicht.
Konkret bedeutet das: CO₂-Daten müssen belastbar, granular und methodisch nachvollziehbar sein. Granular bedeutet dabei nicht „Mitarbeiter X hat Y Kilogramm CO₂ verursacht", sondern vielmehr, dass die Daten nach Segmenten aufgeschlüsselt werden, wie Flug, Bahn, Hotel oder Mietwagen.
Sinnvoll ist dabei, drei Phasen zu unterscheiden:
- Erfassen: Wo stehen wir?
- Reduzieren: Welche Reisen lassen sich durch nachhaltigere Alternativen ersetzen?
- Kompensieren, z.B. über Sustainable Aviation Fuel, Biodiesel oder andere Maßnahmen
Wer diese Phasen strukturiert durchläuft, ist fit fürs Reporting und spart in vielen Fällen auch noch Kosten.
Fazit: Was macht ein modernes Reiseprogramm aus?
Am Ende der Diskussion steht eine klare Vision: ein System, in dem spezialisierte Tools nahtlos miteinander kommunizieren, von der Buchungsoberfläche über die Abrechnung bis zum Emissionsreporting. Ein System, das ohne Medienbrüche auskommt, ohne viel manuellen Aufwand und ohne unübersichtliche Excel-Tabellen.
Im Jahr 2026 geht es nicht mehr nur darum, möglichst günstig von A nach B zu kommen. Es geht darum, Reisen strategisch zu steuern – datenbasiert, nachhaltig und mit einer User Experience, die Mitarbeitende wirklich annehmen.
Dieser Artikel basiert auf dem Webinar „Moderne Reiseprogramme gestalten: Adoption, Datenqualität & Emissionstransparenz im Business Travel" mit Squake und Flix vom 25. März 2026. Sehen Sie sich hier das vollständige Webinar an: Zum Webinar
Über Squake
Squake ist eine führende Climate-Tech-Plattform für den Business-Travel-Bereich und hilft Unternehmen dabei, ihre Reiseemissionen präzise zu erfassen, zu reduzieren und zu kompensieren. Mehr über Squake
Über Flix
Flix betreibt mit FlixBus und Flixtrain eines der größten Fernverkehrsnetze Europas und bietet Unternehmen eine kosteneffiziente und emissionsarme Alternative zu Flug und Auto. Mehr über Flix
Über Lanes & Planes
Lanes & Planes ist eine moderne Business-Travel-Plattform, die Buchung, Abrechnung und Emissionsreporting in einer intuitiven Oberfläche vereint – und Unternehmen damit die vollständige Kontrolle über ihr Reiseprogramm gibt.
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